|
|
|
|
|
|
Posted: Sat Oct 06, 2007 7:12 am
In einem weitläufigen Tal gelegen, geschützt von einem dichten, uralten Wald, kann die Stadt der Elfen nur von jenen gefunden werden, die den Weg bereits beschritten haben oder von den Elfen geführt werden. Das Zentrum von Rhunem liegt auf einem niedrigen Hügel, dem Sitz der Elfenkönigin. Wandert man die Anhöhe hinab und erreicht schließlich die Randbezirke, so wird die Naturverbundenheit des Elfenvolkes deutlich: Die Bäume des Waldes vermischen sich mit den Gebäuden von Rhunem. Vereinzelt wurden selbst auf den Bäumen Behausungen errichtet. Die Gebäude Rhunems leuchten in einem zarten Ocker-Ton, der von den Steinen herrührt, die am Rande des Tals abgebaut werden. Jedes Haus, ob für gesellschaftliche, politische oder anderweitige Zwecke gedacht, ist reich mit Reliefen verziert, deren Motive ausschließlich natürlichen Ursprungs sind.
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sat Oct 13, 2007 5:58 am
((Fortsetzung von Androidia))
Wieder gut machen? Fragte sich Piro selbst. Da war nichts wieder gut zu machen, aber wenn er ihr helfen könnte würde das vielleicht sein Gewissen etwas beruhigen. „Gut, ich werde euch helfen, das ist wohl das Mindeste was ich tun kann…“ „Ich bin Piro Grünfels vom Volk der Halblinge.“
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sat Oct 13, 2007 6:41 am
Andalyss schreckte hoch: "Meinereins beliebt es aber die Stadt im Wald zu sehen!". Er setzte die Halbelfin vorsichtig wieder ab und schaute sie an. Er schaute die Runde verwundert an. "Wem beliebt es sich wo aufzuhalten?", fragte er.
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sat Oct 13, 2007 7:09 am
Eleyna schaute den Tiermenschen nachdenklich an und meint schließlich: "Um ehrlich zu sein habe ich kein festes Ziel...mein Wunsch ist es nur Unterstützung zu finden. Ganz gleich wo." Sie blickte in die Runde. "Ich schließe mich euch an, egal wohin ihr geht. Allerdings kann ich mich so in keiner größeren Stadt blicken lassen." Sie deutete auf ihren Rücken, an dem die metallene Schwinge herabhing. "Ich brauche etwas um dies zu verdecken..."
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sat Oct 13, 2007 7:30 am
Lythenn fühlte sich auf festem Boden gleich wohler. Als Andalyss sie so plötzlich auf den Rücken genommen hatte, hatte sich ein seltsames Gefühl in ihr ausgebreitet. Als sie nun bemerkte, dass der Halbling wohl nicht mehr antworten würde, seufzte sie. "Na gut. Ich führe euch nach Rhunem. Seht euch die Stadt an und erledigt, was ihr müsst. Abe rzählt bitte nicht darauf, dass ich euch dort lange Gesellschaft leisten werde." Kaum hatte sie ihre Worte beendet, drehte sie sich um und lief für eine Blinde ungewöhnlich schnell durch den Wald. Gefolgt von den anderen setzte sie ihren Weg für eine ganze Weile fort. Mittlerweile hatte die Sonne erneut ihren Zenit erreicht, verschwand aber hinter ein paar bedrohlich schwarzen Wolken. Als die kleine Gruppe eine ovale moosbewachsene Lichtung erreichte, blieb die Halbelfe aprubt stehen. Und der Grund dafür war unübersehbar. Drei grauenhaft zugerichtete Leichen lagen am feuchten Waldboden. Man konnte nicht einmal mehr eindeutig bestimmen, welcher Rasse sie angehörten. Aber sie schienen schon lange tot zu sein. Das Blut war eingetrocknet und Fliegen sammelten sich bereits gierieg auf den toten Leibern. Lythenn hielt sich erschreckt die Hand vor ihre Nase. "Wer tut so etwas?" Sie bückte sich neben einer der Leichen und hob ihre Hand um eine Waffe zu berühren, die aus dem Brustkorb ragte. Sie fuhr behutsam über dessen Oberfläche und runzelte nur ihre Stirn. Schließlich kniete sie sich hin, legte ihren Eichenstab neben sich und begann ihre Augebinde abzunehmen. Erneut legte sie ihre Hand auf die Waffe. Ein kurzer Moment verging und Lythenn zuckte zusammen. "Orks...", hauchte sie, ihre fahl grauen Augen weit aufgerissen.
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sat Oct 13, 2007 7:43 am
Piro erschrak als er die Leichen sah, aber als die Elfe etwas von Orks sagte, wünschte er sich, nie in diesen Wald gekommen zu sein. Was machten Orks so weit südlich, wie waren sie hier her gekommen? „Aber Orks leben doch im Norden, wir sind viel zu weit südlich. Das kann nicht sein, ihr müsst euch täuschen.“ Piro trat näher an die Leichen heran, wagte aber nur einen kurzen Blick auf die seltsam geformte Klinge die einer der Leichen im Brustkorb steckte. So eine seltsame Waffe hatte er noch nie gesehen, sie wirkte primitiv und nur grob bearbeitet. Selbst bei einem mittelmäßigen Schmied im Reich der Menschen bekam man eine bessere Klinge für ein paar Goldstücke. Was war, wenn hier wirklich Orks herumliefen? „Egal wer das getan hat, es ist schon mehr als einen Tag her, wahrscheinlich laufen wir ihnen nicht über den Weg… zumindest wenn wir schnell weiter ziehen.“
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sat Oct 13, 2007 7:48 am
"Orks...", murmelte Eleyna. Sie hatte von dieser Rasse gehört. Dreckige und grausame Wesen. Aber auch sie hätte nicht erwartet, hier auf welche zu treffen. "Wenn hier wirklich Orks sind, sollten wir nicht zu lange hier verweilen. Lasst uns weitergehen." An Lythenn gerichtet fügte sie hinzu: "Wie weit ist es noch bis zur Elfenstadt?"
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sat Oct 13, 2007 7:56 am
Lythenn hob ihren Kopf und blickte mit ihren hellgrauen Augen in die Richtung der Althaniyanerin. "Zu weit. Wir schaffen es nicht mehr vor Sonnenuntergang und dann ist dieser Wald auch ohne Orks schon gefährlich genug." Sie nahm ihre Augenbinde und band sie wieder um ihren Kopf. "Aber wir könnten...", sie überlegte. "Nicht weit von hier lebt ein Bekannter meines verstorbenen Vaters. Ich bin oft bei ihm gewesen auch nach dem Tod meines Vaters. Er ist ein starker Krieger und hat ein gutes Herz. Bei ihm können wir zumindest die Nacht verbringen." Als Lythenn sich erhob, blitzte ein Leuchten durch den schwarzen Himmel, gefolgt von einem ohrenbetäubenen Grollen. Und innerhalb von Sekundenbruchteilen zog ein handfestes Gewitter auf. Der Regen begann nicht, er schien einfach plötzlich da zu sein. "Oh nein", rief Lythenn durch den Lärm des auf das Laub prasselnden Wassers. "Ich-ich kann mich bei diesem Lärm nicht zurechtfinden..." Sie blickte verzweifelt um sich.
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sat Oct 13, 2007 9:41 am
Andalyss Sinne waren selber völlig betäubt, seine Nase biss noch immer von diesem bestialischen Gestank den er sogar schmeckte, seine Ohren waren taub von diesem Grollen und durch das Blitzen wurde er blind. Er folgte der Gruppe. Er verlor zeitweilig den Anschluss. Schloss jedoch auf. Er folgte den beiden Frauen. "Der Wald ist wütend!", murmelte er etwas undeutlich. Nur schemenhaft erkannte er die Umgebung. Er war sich sicher hier und da Gestalten gesehen zu haben. Als der Himmel sich noch weiter verfinsterte, rammte Andalyss seinen Schutzstab kurz auf einen Stein und mit einem Mal flammte ein gleißendes Licht. Zusätzlich versuchte er noch den Wald zu beruhigen, jedoch scheiterte dieser Zauber schon bei seiner Beschwörung. Er tastete einige Bäume ab und spürte, dass in diesem Wald etwas Böses lauerte, etwas so böses, dass es nicht von dieser Welt sein könne. Die Bäume waren nicht wütend, sie hatten Angst. Plötzlich raschelte etwas im Busch...
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sun Oct 14, 2007 3:18 am
Eleyna bemerkte, dass das Unwetter sowohl Lythenn als auch Andalyss vollkommen zu verwirren schien. Sie blickte sich hastig um und durch den prasselnden Regen erkannte sie in einiger Entfernung ein Felsmassiv. Sie packte die Halbelfe und den Tiermenschen an der Hand und lief direkt darauf zu, die beiden etwas unsanft hinter sich her zerrend. Sie vertraute darauf, dass Piro ihr folgen würde. Nur noch wenige Meter trennten die Gruppe von der rettenden Höhle, als es in den Büschen zu rascheln begann. Eleyna jedoch bemerkte die Gefahr nicht und lief weiter auf die Felsen zu, stieß die beiden direkt hinein. Als sie sich umdrehte erkannte sie ihren fatalen Fehler. Ein Dutzend Orks, etwa noch 50 Fuß entfernt näherte sich langsam der Höhle. Sie saßen in der Falle.
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sun Oct 14, 2007 3:22 am
Als Lythenn in die Höhle stolperte begann ihr Gehör wieder mehr wahrzunehmen. Der ohrenbetäubende Lärm war zur Hälfte zusammengeschrumpft. Als auch sie die Gefahr erkannte handelte sie schnell. Sie stieß die anderen nach hinten, weiter in die Höhle und rammte ihren Eichenstab direkt im Höhleneingang auf den Boden. Die Spitze begann bläulich zu glühen und als die Blinde ein paar elfische Worte murmelte, gleißte der Magierstab auf und das blaue Licht füllte den gesamten Eingang. "Das sollte eine Weile halten, aber Orks sind zäh. Sie können warten..."
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sun Oct 14, 2007 3:48 am
Eine Höhle, das war eine gute Idee, sie würde ihnen Schutz vor diesem Unwetter geben. Kaum waren sie alle in der Höhle, wurden sie etwas unsanft von der Elfe tiefer in die Höhle geschubst. Piro wollte sich gerade darüber beschweren, als er den Grund dafür erkannte: Orks! Die Elfe versuchte sie wohl mit einem Zauber aufzuhalten, doch die Orks würden ihnen wohl weiter folgen, wenn der Zauber erloschen war. Da kam Piro eine Idee. „Wie lange könnt ihr diesen Zauber halten? Wenn ich etwas Zeit habe könnte ich den Eingang verschließen. Auch wenn ich ein Natur und kein Erdmagier bin, aber Wurzeln gibt es hier drinnen wohl genug.“
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sun Oct 14, 2007 3:56 am
Lythenn hielt ihren Stab weiter umklammert, immer noch auf die Aufrechterhaltung der Magie konzentriert. "Eine halbe Stunde vielleicht...es könnte kürzer sein...meine Kräfte sind immer noch geschwächt..." Die Orks kamen näher. Als der erste den magischen Schutzwall erreichte, prallte er unsanft davon ab. Mit einem Mal war die Ruhe aus der Meute verschwunden. Sie begannen wütend zu brüllen und einer nach dem anderen warfen sie sich gegen die Wand aus blauem Licht. Lytehnn zuckte jedesmal heftig zusammen.
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sun Oct 14, 2007 4:16 am
„Ein paar Minuten sollten reichen.“ Piro nahm nun auch seinen Stab in beide Hände und rammte ihn in den Boden der Höhle. Er schluckte, als er sah wie die Elfe unter den Schlägen der Orks auf den magischen Schutzwall immer wieder zusammenzuckte. Er schloss seine Augen und versuchte sich auf die magischen Ströme zu konzentrieren, die durch jede Pflanze fließen. Schon bald sah er vor seinem geistigen Auge wo sich die Wurzeln ihren Weg durch den Fels gegraben haben. Von seinem Stab aus führte er langsam kleine magische Flüsse durch den Fels in Richtung der Wurzeln. Kaum berührten diese die Wurzeln, begannen diese sich wie schlagen vorwärts zu bewegen um genau zwischen der Elfe und den magischen Schutzwall aus dem Boden, der Decke und dien Wänden zu kommen. Zu erst formten sie nur ein dünnes Netz, doch dann nahm Piro all seine Kräfte zusammen und die dünnen Wurzeln wuchsen binnen von Sekunden zu armdicken Ranken, die fest mit den Höhlenwänden verbunden waren. „Das sollte sie erst einmal beschäftigen…“ Dann sackte er erschöpft in sich zusammen.
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Posted: Sun Oct 14, 2007 4:23 am
"Und jetzt?", fragte Eleyna von etwas weiter hinten. "Was denkt ihr, was wir nun tun? Warten, bis sie die Wurzeln zerschlagen haben, und anschließend das selbe mit uns tun werden?" Sie verzog ihr Gesicht zu einem abfälligen Lächeln. Sie blickte sich um, musterte den Fels und begann schließlich tiefer in die Höhle einzudringen. Die Dunkelheit verschluckte sowohl ihre Gestalt als auch ihre Schritte. Nach einigen Minuten kehrte sie zurück. "Die Höhle ist tief. Vielleicht gibt es einen zweiten Ausgang. Und hier zu warten ist sowieso Selbstmord." Ohne auf eine Antwort zu warten verschwand sie erneut in der Schwärze.
|
 |
 |
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|