Welcome to Gaia! ::

German Roleplay Guild

Back to Guilds

it's supposed to be a german roleplaying guild :/ 

Tags: german, role play, role play game, rollenspiel, deutsch 

Reply Myrania - Rollenspiel in unserer ausgedachten Umgebung
[Ort] Androidia Goto Page: 1 2 3 4 [>] [»|]

Quick Reply

Enter both words below, separated by a space:

Can't read the text? Click here

Submit

Sangius
Captain

6,050 Points
  • Tycoon 200
  • Wall Street 200
  • Money Never Sleeps 200
PostPosted: Sun Oct 07, 2007 6:33 am


Das Reich der Androiden ist zwar sehr weitläufig, doch abgesehen von einigen eher kleinen Außenposten entlang der Südgrenze besitzt es nur eine Stadt. Doch diese Stadt ist größer als jede andere Stadt auf Myrania. Ihre Form ist ein perfektes Quadrat und die straßen sind ebenfalls in einem quadratischen Gitter angeordnet.
In der Mitte und streng von Elite Androidenkriegern bewacht, liegt das Heiligtum der Stadt, ein Tempel, den nur Androiden betreten dürfen. In ihm befindet sich die Energiequelle der Stadt, die nicht nur die Stadt sondern über unterirdische Leitungen auch sämtliche Außenposten mit magischer Energie versorgt, die die Androiden zum Leben brauchen.
Der Tempel und die restlichen Gebäude sind von außen Menschlichen Gebäuden nachempfunden, doch wirken sie weitaus formschöner und ihr inneres besteht meist nur aus Aufladezellen für die Androiden.
Nur in einem Viertel sind die Gebäude auf die Bedürfnisse von nicht Androiden zugeschnitten. So gibt es hier Gasthäuser, Tavernen und dergleichen, sogar einen recht gut besuchten Marktplatz gibt es hier. Besonders Schmuggler und zwielichtige Gestalten nutzen diesen Marktplatz gerne um ihre Waren loszuwerden, die anderswo illegal sind. Aber auch Androiden handeln hier mit Artefakten aus der Zeit vor dem Exodus, da sie diese untersuchen und ihre Funktionen erforschen um sie für sich selber zu nutzen.
Doch auch wenn hier einige anderswo illegale Güter verkauft werden, so haben die Androiden strenge Gesetze, so darf niemand eine Waffe mit in die Stadt nehmen und Mord wird immer mit dem Tod bestraft.
PostPosted: Sun Oct 07, 2007 7:54 am


Piro durchfuhr ein kribbelndes Gefühl und gleichzeitig bekam er eine Gänsehaut. Nicht nur dass er von der enormen Größe der Stadt beeindruckt war, nein da war mehr. Er schloss die Augen und er musste sich nicht einmal konzentrieren, es war so deutlich, die gesamte Stadt war von magischen Strömen durchzogen, sie flossen durch jede Straße, jedes haus und jeden Stein, sogar die Androiden selbst konnte er schemenhaft wahrnehmen. Es war, als sei diese Stadt ein einziges Artefakt.
Er atmete noch einmal tief ein und durchschritt die mächtigen und kunstvoll gearbeiteten Stadttore. Dort standen zwei Androidenwachen mit ihren wundersamen Waffen, doch es schien ihm, als wenn sie gar keine Notiz von ihm nehmen würden. Aber so waren Androiden eben.
Um sein Ziel, den Marktplatz, zu finden, brauchte er Nichteinmahl irgendjemanden anzusprechen, zu gut kannte er schon den immer gleichen Aufbau von Menschensiedlungen. Hier war es nicht viel anders, in jener Taverne, in der er von diesem Ort erfahren hatte, hatte er auch erfahren, dass man sich nur in dem Viertel der Stadt umzusehen hatte, in dem sich fast keine Androiden befanden. Der Rest war einfach, man musste nur dieses Viertel als die gesamte Siedlung betrachten. Das wiederum hieß, man müsste nur die Mitte finden.
Und dort stand er nun, am Rand eines riesigen Marktes. Händler aller Völker hatten hier ihre Stände aufgeschlagen und boten alle möglichen Dinge feil. Ein buntes Treiben herrschte hier und als Piro zwischen den Ständen hindurchschlenderte, sah er so manche Waren, die Anderswo sicher die Stadtwache auf den Plan rief. Berauschende Kräuter und Tränke, an nichts schien es hier zu fehlen. Nur Waffen konnte man hier nicht erwerben, aber das kümmerte ihn nicht und nach dem er eine Weile über den Markt geschlendert war, sprach er einen der Händler direkt an.
„Entschuldigt, aber wo muss man sich melden, wenn man sich hier einen Platz für seinen Stand mieten möchte?“
„Möchtest du etwas kaufen, Kleiner?“
Ein seltenes Sumpfkraut auf seinem Stand begann langsam zu welken.
„Nenn mich nicht Kleiner.“ Sprach Piro mit etwas weniger freundlicher aber ebenso deutlicher Stimme.
Der Händler schaute ihn nur schief an und brummte etwas.
Weitere Kräuter, die nur frisch genießbar waren, begannen deutlich zu welken.
„Ich habe dich etwas gefragt.“
Etwas verunsichert gab ihm der Händler endlich Auskunft und deutete ihm den Weg.
Ohne sich weiter um den Händler zu kümmern machte er sich auf den Weg und stand bald vor einem kleinen Gebäude, an dem sich eine kleine Schlange gebildet hatte. Geduldig stellte er sich an und wartete, bis er an der Reihe war. Der Androide sagte nur mit monotoner Stimme
„20 Gold pro Tag und über 10 Fuß Länge 5 Gold pro Fuß.“
Piro wusste zwar nicht ob die Längenangabe nun Menschlichen Fuß entsprach oder doch Zwergischen, aber er drückte dem Androiden 40 Gold in die Hand.
„2 Tage sind genug, kann man hier auch Stände mieten?“
Der Androide drückte ihm einen Zettel in die Hand, auf dem genau der Standort für seinen Stand beschrieben war. Der Androide antwortete nicht auf seine Frage und der Nächste in der Schlange drängte Piro bereits zur Seite. So machte er sich auf um den Platz zu finden, wobei ihm auffiel, dass dieser erst morgen früh frei würde. Und noch etwas fiel ihm auf, die Stände auf dem Markt sahen alle exakt gleich aus, die einzigen Unterschiede waren die angebotenen Waren und die Händler.
Da er nicht vor morgen früh damit rechnen konnte, seinen Stand aufzubauen, suchte er sich ein Zimmer in einem Gasthaus, denn es wurde bereits dunkel, auch wenn die Straßen und Häuser hell im magischen Schein der Straßenlaternen leuchteten.
Sein gemietetes Zimmer war nicht sehr groß, doch etwas anderes konnte man in einer so großen Stadt nicht erwarten. Also schloss er die Tür hinter sich ab, legte seinen Rucksack neben das Bett und setzte sich selbst darauf. In seiner Hand spielte er mit seiner neuesten Errungenschaft, zugegeben er wusste nicht was es war, aber der seltsame Würfel würde eine Menge Gold einbringen. Nach einer Weile wurde er so müde, dass er einschlief.

Sangius
Captain

6,050 Points
  • Tycoon 200
  • Wall Street 200
  • Money Never Sleeps 200

RadicalEddy
Vice Captain

PostPosted: Sun Oct 07, 2007 8:35 am



((Fortsetzung aus Althaniya))

Als die junge Frau sich der Stadt weiter näherte, gewahrte sie zwei Gestalten, die sich aus dem Schatten der riesigen Tore lösten und langsam aber zielstrebig auf sie zukamen. Sie stockte kurz und blieb stehen, beschloss dann aber ihren Weg fortzusetzen. Ob Freund oder Feind, sie hatte keine Wahl. An Umkehren war nicht zu denken, denn in der Wildnis der Ebene, die hinter ihr lag, wartete der sichere Tod auf sie. Sie musste alles auf eine Karte setzen.
Nur mehr wenige Meter trennten sie von den Unbekannten, als diese stehen blieben und auf sie warteten. Den Blick weiter auf die beiden gerichtet, schritt die junge Frau voran, ihren Umhang enger um sich schlingend. Sie versuchte im fahlen Licht, dass durch die Stadttore fiel, Details auszumachen, aber alles was sie mit Sicherheit sagen konnte, war, dass es sich um menschenähnliche Wesen handelte. Sie atmete auf, als sie sah, dass nirgendwo Waffen zu entdecken waren.
Schließlich hielt sie an und wartete auf eine Reaktion. Sekunden vergingen, ohne, dass sich einer der drei rührte. Plötzlich ertönte eine monotone Stimme: „Willkommen in Androidia, werter Wanderer! Dürfen wir Euch in die Stadt geleiten?“
Die Kinnlade der jungen Frau klappte beinahe herunter, als sie das Wort Androidia hörte. Ihr Herz begann schneller zu schlagen und Blut stieg ihr in den Kopf. Im allerletzten Moment konnte sie einen erschreckten Aufschrei unterdrücken. Sie schloss die Augen und sammelte sich, bevor sie vorsichtig aber mit fester Stimme, antwortete: „Ich bitte darum.“
Sofort machten die Androiden kehrt und schritten auf die Stadt zu, ohne sich noch einmal nach ihr umzudrehen. Sie folgte ihnen, das Herz in ihrer Brust immer noch heftig schlagend. Nun galt es Ruhe zu bewahren. Sie durfte sich nicht verraten.
Als ihre Begleiter und sie die Tore durchschritten hatten, drehte sich einer der beiden um. „Bitte folgt mir.“ Er wandte sich nach rechts und blieb vor einem riesigen metallenen Gebäude stehen. Dort warteten zwei weitere Androiden, die nicht im geringsten Notiz von der jungen Frau nahmen. Ihr Begleiter meinte schließlich monoton: „Nennt mir bitte Euren Namen!“
„Eleyna…Drowen.“, sie musste wohl oder übel tun, was er verlangte. Der Androide zog ein seltsames Gerät aus seiner Tasche und berührte ein paar mal die Oberfläche. Danach nickte er den beiden anderen zu, die sich daraufhin Eleyna zu nähern begannen. „Lady Drowen, ich muss Sie nun bitten alle ihre Waffen abzulegen. Wie Ihr vielleicht wisst, ist der Verzicht auf Waffen in dieser Stadt das höchste Gesetz.“
Sie zuckte zusammen, als einer der Androiden begann, ihr den Gürtel abzunehmen, an dem ihr Silberdoch in einer schwarzen Lederscheide ruhte. Ihr Herz raste. Der Androide brachte den Gürtel samt der Waffe weg, als sich ihr der zweite näherte und bevor sie etwas dagegen tun konnte, ihren Umhang zurückschlug, um ihren Bogen und den Köcher in Gewahrsam zu nehmen. Blitzschnell fuhr sie herum, um das mechanische Wesen abzuwehren, doch es war zu spät. Ihr bereits beschädigter Umhang löste sich und fiel zu Boden. Schreie ertönten von allen Seiten, Lebewesen jeder Rasse wichen zurück. An Eleynas Rücken entfaltete sich eine riesige mechanische Schwinge. Ein riesiger Aufruhr brach aus, noch nie hatte es ein Angehöriger des Himmelsvolkes gewagt, in Androidia einzudringen.
Innerhalb von Sekundenbruchteilen hatten zwei der Androiden ihre Arme geschnappt und führten sie wortlos durch die schreiende Menge.
„Wartet! Ihr versteht nicht!! Was habt ihr vor? Das dürft ihr nicht tun! Ihr begeht einen schrecklichen Fehler!“, Eleyna wand sich in der Umklammerung der Androiden und schrie aus Leibeskräften. Es hatte keinen Sinn. Niemand würde ihr glauben schenken….nicht nachdem was ihr Volk so vielen anderen Rassen angetan hatte.
Die Androiden führten sie weiter ins Stadtinnere, bis sie vor einem silbergrauem Gebäude Halt machten. Eleyna hatte beinahe aufgegeben, als sie plötzlich in sich zusammensackte und scheinbar leblos in den Armen der Roboter hing. Mit einem Mal begann ihr Körper zu zucken und sich wie unter Schmerzen zu winden. Ein fahles Licht ging von ihr aus und die Androiden ließen ihre Arme los, als wäre sie plötzlich aus glühendem Metall. Eleyna fiel zu Boden und bäumte sich schreiend auf. Ihre Augen hatte ihre grüne Farbe verloren und leuchteten dunkelrot. Gellende Schreie gingen durch die schaulustige Menge, als an Eleynas verstümmelter rechter Schwinge ein roter Schein auftauchte, der sich langsam zu einer durchsichtigen rot glühenden Engelsschwinge formte.
Mit langsamen Bewegungen erhob sie sich, die blutroten Augen wie in Trance nach oben gerichtet. Beide Schwingen ausbreitend streckte sie ihren Körper weit nach hinten durch und mit einem kurzen Schritt nach vorne hob sie ab in die Lüfte. Panik brach aus in der Menge, als sie sich über die Köpfe der Menschen und anderen Lebewesen erhob. Die riesigen Schwingen beförderten sie schnell in die Höhe und es schien als hätte sie ein ganz bestimmtes Ziel. Rasend schnell steuerte sie auf das Viertel mit den Gästeunterkünften zu, plötzlich vor einem Fenster im zweiten Stock anhaltend. Einige Sekunden lang schwebte sie dort, die riesigen Schwingen leichtfertig bewegend. Dann, aus heiterem Himmel stürzte sie sich durch die massive Glasscheibe des Fensters.
Als sie in den Raum fiel, blitzte ein kleiner quaderförmiger Gegenstand, der auf dem Bett, neben einer kleinen schlafenden Kreatur lag, auf.
Doch das Blitzen verklang im selben Moment als auch die rote Schwinge an ihrem Rücken schlagartig verschwand. Mit einem Mal kehrten ihre Augen und auch ihr Rücken zur Normalität zurück.
Von den unzähligen Glasscherben zerschunden, lag sie am Boden und verlor das Bewusstsein.
PostPosted: Sun Oct 07, 2007 12:29 pm


Piro träumte gerade von seiner Heimat und wie er seinen Verwandten stolz zeigte, wie viel Geld er verdient hatte, als er plötzlich durch ein lautes Scheppern aus dem Schlaf gerissen wurde.
Hellwach, mit rasendem Herzen und weit aufgerissenen Augen, starrte er ungläubig auf das etwas, das dort gerade durch das Fenster in sein Zimmer geflogen war. Erst nach einigen Momenten erkannte er, dass es sich um eine Person handelte, eine weibliche Person. Aber niemand würde einfach so eine Frau durch ein Fenster im zweiten Stock werfen. Außer ein Oger oder ähnliches wütete in der Stadt. Vorsichtig schielte er durch das zerbrochene Fenster und erkannte eine wütende Meute, die drauf und dran war in das Gasthaus zu stürmen.
Verwundert wandte er sich der Fremden zu und versuchte sie wachzurütteln.
„Hallo? Geht es dir gut, was ist da grade passiert?“
Ob das, was da grade passiert war, an dem seltsamen Artefakt lag? Nein, das könnte nicht sein, selbst wenn es eine magische Energiequelle besaß, währe es wohl kaum mächtig genug um jemanden durch ein Fenster zu schleudern. Mal davon abgesehen, dass ein Gerät, das so etwas tat recht nutzlos wäre.

Sangius
Captain

6,050 Points
  • Tycoon 200
  • Wall Street 200
  • Money Never Sleeps 200

RadicalEddy
Vice Captain

PostPosted: Sun Oct 07, 2007 12:52 pm


Durch das sanfte Rütteln geweckt, öffnete Eleyna langsam ihre Augen. Sie hatte offensichtlich Probleme ihren Blick zu fokussieren, denn sie starrte direkt durch den jungen Mann hindurch, der über ihr stand und sie verwirrt ansah. Ihr ganzer Körper bebte, als sie versuchte sich aufzurichten, einige Glassplitter steckten immer noch in ihrer weißen Haut. Unter großer Anstrengung schaffte sie es ihren Oberkörper zu *********. Mit immer noch verschwommem Blick sah sie die kleine männliche Gestalt an, darum bemüht, nicht wieder ihr Bewusstsein zu verlieren.
"Wo bin ich? Was ist-", als sie an ihrem Körper nach unten blickte, konnte sie einen erschreckten Aufschrei nicht unterdrücken. Sie war überall zerschunden und blutete aus unzähligen Schnitzern, die ihr das Glas zugefügt hatte. Auch ihre Kleidung hatte schon bessere Tage gesehen.
Sie hob wieder den Kopf und sah den jungen Mann fragend an.
PostPosted: Sun Oct 07, 2007 1:13 pm


„Du bist grade eben durch das Fenster in mein Zimmer geflogen. Also wer bist du und warum fliegst du einfach so durch fremde Fenster?“ Die Worte sprudelten nur so aus Piro heraus, bevor er genauer darüber nachdenken konnte, was er da gesagt hatte. Wahrscheinlich war die seltsame Frau genau so verwundert wie er.
„Ich weiß auch nicht genau was da gerade passiert ist, aber du brauchst wohl besser einen Arzt.“
Er schielte noch einmal durch das Fenster und sah, wie zwei Androiden versuchten sich durch die Menge zu drängen, die versuchte in das Gebäude zu kommen.
„Oder vielleicht ist das keine so gute Idee, die da scheinen hinter dir her zu sein.“
Piro deutete auf die Androiden, die der Tür bereits gefährlich nahe waren.

Sangius
Captain

6,050 Points
  • Tycoon 200
  • Wall Street 200
  • Money Never Sleeps 200

RadicalEddy
Vice Captain

PostPosted: Sun Oct 07, 2007 1:23 pm


"A-Androiden?", Eleynas Augen weiteten sich und leuchteten mit einem Mal wieder in ihrem alten Grünton. "Nein....kein Arzt....und keine Androiden", brachte sie stockend hervor.
Mit einem mal war sie auf den Beinen, wenn sie auch im ersten Moment heftig wankte. Sie fiel beinahe wieder zu Boden und konnte sich im letzten Moment an der Zimmerwand abstützen. "Ich muss hier weg...ich hätte gar nicht herkommen sollen...wie konnte ich nur erwarten hier Hilfe zu finden?" Ein schmerzerfüllter Ausdruck erschien auf ihrem schmalen Gesicht, und ein einzelner Blutstropfen löste sich von ihrem Kinn.
Gerade als sie sich zur Tür des kleinen Raumes wenden wollte, begannen schnelle Schritte weiter unten im Gebäude laut zu werden.
Sie schreckte von der Tür zurück und sah den kleingewachsenen Mann flehend an: "Ich weiß nicht wieso ich das tue, aber bitte...bitte helft mir!"
Die Schritte im Haus und das Gebrüll der Menge vor dem Gebäude wurden lauter.
PostPosted: Sun Oct 07, 2007 1:45 pm


Die Fremde schien wohl Probleme mit den Androiden zu haben, also sollte sie wohl besser hier weg. In Gedanken verfluchte Piro sich selbst, warum musste er immer so freundlich sein. Was soll’s, er würde ihr helfen.
Laute Schritte näherten sich der Tür, also war diese wohl kein guter Fluchtweg mehr. Piro schnappte seinen Stab und klopfte zwei mal gegen die massive Holztür, die dann mit einem Mal ein Eigenleben zu entwickeln schien, dicke Wurzeln bohrten sich in die umliegenden Wände und verankerten die Tür in diesen. Dann kramte er in seinem Rucksack und holte eine kleine Kugel heraus. „Lebwohl, vieles Geld“, seufzte er.
„Eine halbe Meile sollte wohl genügen.“ Er drückte die Kugel an einigen Stellen. Solche Artefakte hatte er schon häufiger gefunden und er war schon damals nicht darum herum gekommen es einfach mal auszuprobieren. Damals war er etwa eine halbe Meile entfernt von seinem Ursprungsort wieder aufgetaucht.
Er warf sich schnell noch seinen Rucksack über die Schulter, steckte den kleinen Würfel ein und packte die Fremde an der Hand.
„Das könnte etwas unangenehm werden.“
Besonders für meinen Geldbeutel, dachte er in der Gewissheit, dass das Artefakt danach unbrauchbar wäre.
Jemand begann gegen die Tür zu schlagen. „Bei Ortha, was hat es mit der Tür gemacht? Holt etwas, das man als Rammbock verwenden kann!“
Piro drückte das Artefakt in seiner Hand und klammerte sich an die Hand der Fremden, als die Kugel keinen Moment zu früh zu glühen begann, bis das Leuchten den gesamten Raum ausfüllte.
Als das Leuchten nachließ und er wieder einigermaßen etwas sehen konnte, stellte Piro zu seiner Erleichterung fest, das er und die Fremde irgendwo außerhalb der Stadt sein mussten.
Mitten in der Nacht. In einem Wald. Er schluckte.

Derweil schlug eine wütende Meute etwa eine halbe Meile entfernt eine mit Wurzeln in die Wand gewachsene Tür ein und fand einen leeren Raum vor…

Sangius
Captain

6,050 Points
  • Tycoon 200
  • Wall Street 200
  • Money Never Sleeps 200

RadicalEddy
Vice Captain

PostPosted: Sun Oct 07, 2007 2:01 pm


Eleyna rieb sich die Augen. Es dauerte eine ganze Weile bis sie wieder etwas klar erkennen konnte. Rings um sie herum waren Bäume...hohe, alte Bäume. Und dazwischen nichts als tiefschwarze Dunkelheit.
Schließlich bemerkte sie, das sich der kleine Mann immer noch an ihre Hand klammerte. Mit sanfter Gewalt löste sie sich aus seinem Griff. Es kostete sie all ihre Überwindung um dann die folgenden Worte auszusprechen, "Ich....danke Euch...vermutlich wäre ich ohne Eure Hilfe verloren gewesen."
Sie blickte sich erneut um und lies ihren Blick über das Dickickt des Waldes streifen. "Wo sind wir hier? Und wie konnten wir so schnell hierher kommen?"

Als sie mit ihrer blutverschmierten Hand an ihre Hüfte fasste, bemerkte Eleyna, dass etwas fehlte. Ihr Dolch! Und der Bogen!
Erschrocken fuhr sie zu dem jungen Mann um, "Meine Waffen, ich muss zurück!"
PostPosted: Sun Oct 07, 2007 2:10 pm


„Etwa eine halbe Meile von der Stadt entfernt, in irgendeiner Richtung. Und genau genommen habe ich keine Ahnung, das hat dieses kleine Ding hier gemacht, es hätte mir viel Gold einbringen sollen…“
Piro glaubte nicht richtig zu hören. „Was du willst zurück? Wegen ein paar Waffen? Na dann viel Spaß. Wenn du aus dem Wald herausfindest, solltest du den Lichtschein der Stadt noch erkennen können.
Aber es ist Selbstmord, selbst hier werden sie uns finden, sie haben hier ihre Augen und Ohren überall. Auch wenn ich nicht weiß wie sie das machen, aber sie wissen genau was in ihrem Land vor sich geht.“
Piro machte sich daran eine kleine Laterne anzuzünden um zumindest etwas Licht zu haben.
„Ich weis nicht wer du bist und was du getan hast, dass die etwas gegen dich haben, aber ich stecke jetzt mitten da drin und für meinen Teil versuch ich hier so schnell wie möglich wegzukommen. Nach Norden über die Grenze.“

Sangius
Captain

6,050 Points
  • Tycoon 200
  • Wall Street 200
  • Money Never Sleeps 200

RadicalEddy
Vice Captain

PostPosted: Sun Oct 07, 2007 2:25 pm


Für eine Weile sah sie den junge Mann an und wiegte ihren Kopf von einer Seite zur anderen. Vermutlich hatte er Recht, es wäre Selbstmord.
"Ich will euch ja nicht beunruhigen, aber wir befinden uns in einem dichten Wald, mitten in der Nacht, und diese Grenze von der ihr sprecht mag weiß Embras wo sein.", ein abfälliges Lächeln umspielte ihre Mundwinkel, als sie fortfuhr, "und ihr seht mir nicht gerade wie der erfahrenste Kämpfer aus. Und dann erklärt mir mal wie ihr um diese Tageszeit Norden ausfindig machen wollt."
Ihr fielen noch viele spitze Bemerkungen ein, als plötzlich hinter ihr ein leises Kichern erscholl. Sie fuhr zusammen und drehte sich blitzschnell um , doch ihre Augen konnten in der Dunkelheit nicht viel ausmachen. Alles was sie sah, war ein winziger Schatten, der hinter einer Baumwurzel verschwand.
"Was zum-" Eleyna starrte ungläubig und kampfbereit auf die Wurzel.
PostPosted: Sun Oct 07, 2007 2:37 pm


„Also erst einmal bin ich ein erfahrener Abenteurer und ich muss nur eine Lichtung finden und dann kann ich anhand der Sternbilder die Richtung deuten. Außerdem solltest du mich nicht unterschätzen, auch wenn ich kein Kämpfer sein mag, so kann ich ziemlich unangenehm werden.“
Plötzlich war da ein leises Kichern und ein kleiner Schatten huschte hinter eine Baumwurzel.
„Oder wir fragen die Feen nach der Richtung.“
Piro war zwar noch nicht oft welchen begegnet, aber er erkannte das typische Kichern und er wusste auch dass sie scheu und misstrauisch waren, zumindest gegenüber den großen Völkern.
„Wir tun dir nichts, Kleiner. Kannst du und vielleicht aus diesem Wald hinausführen? Am besten nach Norden“
Wieder nur ein leises Kichern und dann huschte die kleine Gestalt wieder ins Gebüsch.
„Kommt, kommt, hier lang!“ Rief die kleine Fee. Zumindest hoffte Piro dass es eine Fee war und lief vorsichtig los.

Sangius
Captain

6,050 Points
  • Tycoon 200
  • Wall Street 200
  • Money Never Sleeps 200

RadicalEddy
Vice Captain

PostPosted: Sun Oct 07, 2007 2:48 pm


"Seid Ihr übergeschnappt?!", Eleyna stolperte dem jungen Mann nach. "Was tut Ihr da?" Sie versuchte seinen Arm zu fassen, scheiterte aber, denn der Kleingewachsene war äußerst flink.
Eleyna blieb keine Möglichkeit zu zögern. Sie musste ihm folgen. Alleine an diesem Ort, ohne Waffen und verwundet, hatte selbst sie keine Chance lange zu Überleben. Auch wenn sie das nie zugegeben hätte.
Sie versuchte Schritt zu halten, doch nach einigen hundert Fuß waren ihre ohnehin schon schwachen Kräfte aufgebraucht und sie fiel über eine Wurzel. Leise vor sich hin fluchend versuchte sie aufzustehen und als sie den Kopf hob, bemerkte sie...nichts. Um sie herum war nichts als Stille und pechschwarze Nacht. Das kleine Licht der Laterne, das bis vor kurzem noch vor ihr duch den Wald tanzte, war verschwunden. Und selbst die leisen Schritte des kleinen Mannes waren nicht mehr zu vernehmen.
Schleichend aber übermächtig ergriff Panik von ihr Besitz. So sehr sie das Alleinsein in den letzten zwei Jahren auch gewohnt worden war, dies war etwas vollkommen anderes. Das Tal und die Berge von Althaniya waren ihre Heimat, dort fühlte sie sich sicher, doch hier, mitten in der bedrohlichen Waldesnacht war sie ohne ihre Waffen jeder Gefahr schutzlos ausgeliefert.
Sie wolte aufstehen, doch Furcht und körperliche Ermüdung lähmten sie gleichermaßen. Als sie reglos in der Stille dalag spürte sie wie der kalte Herbstwind über ihren beinahe nackten Rücken strich. Ihre Körper begannen zu zittern. Da war etwas anderes. Mehr als deutlich spürte sie die Berührung einer Hand auf ihrem Rücken. Ihre letzten Kräfte zusammen nehmend, fuhr sie mit einem Ruck hoch und sah sich mit zu schmalen Schlitzen verengten Augen um. Nichts. Erneut nur durchdringende Stille und albtraumhafte Schwärze.
Endlos lang erscheinende Augenblicke verstrichen, und beinahe begann Eleyna an ihrem Verstand zu zweifeln, als sie die kühle Berührung ein weiters Mal spürte. Sie blieb bewegungslos stehen und wartete. Sie spürte nichts mehr, außer dem nächtlichen Wind, der an Intensität gewann und das Schweigen des Waldes brach. Er raschelte in den Baumkronen, klopfte an die uralten Rinden und ließ die Farne tanzen. Beinahe hatt es den Anschein, als würde er singen. Mit einer Stimme, die nur die luftverbundenen Kreaturen zu deuten vermochten.
Und mit einem Mal begann ein Gedanke in Eleyna Gestalt anzunehmen...Elementargeister...
Kein anderes Wesen war in der Lage, diesen durchdringenden, geheimnisvollen Gesang anzustimmen.
PostPosted: Mon Oct 08, 2007 8:50 am


In einiger Nähe war auf einmal Lärm zu vernehmen. In dem spärlichen Licht des Mondes erkannte man, dass jemand rannte. Eine Menge aus verschiedenen Wesen verfolgte eine vermummte Gestalt. "HALTET DEN DIEB!", brüllten einige und warfen sogar Dinge nach ihr. Jedoch schien die Gestalt zu wissen, wie man sich im Wald bewegt und sprang agil und flink über Stock und Stein und wich damit auch den Wurfgeschossen aus. Die Gestalt sprang mit einem Satz auf einen etwas höher gelegenen Ast und blickte sich kurz um. Diese kurze fast tödliche Pause, nutzte einer der Verfolger um einen Schuss mit einer Pulverbüchse abzufeuern. Der Schuss verfehlte zum Glück die Gestalt, lies jedoch den Ast brechen, wodurch die Gestalt in einen nahegelegenen Fluss fiel.

Verderbnis


RadicalEddy
Vice Captain

PostPosted: Mon Oct 08, 2007 10:23 am


Plötzlich wurden in einiger Entfernung Geräusche laut. Schnelle Schritte, die die Pflanzen des Waldes erdrückten, sowie Rufe, gefolgt von einem lauten Knall und einem Geräusch, als fiele etwas ins Wasser.
Eleynas Augen füllten sich mit einem Mal wieder blutrot und an ihrem Rücken begann es erneut zu schimmern. Die Luftgeister heulten auf, die Baumkronen zum Wanken bringend. Zarte aber durchdringende Stimmen tönten "Engel...Engel...flieht...sie tragen das Verderben..."
Eleyna bewegte sich nicht, nur ihr Kopf hob sich wie von alleine in Trance und blickte nach oben. Dann sackte sie zusammen und fiel auf den moosbedeckten Boden.
Reply
Myrania - Rollenspiel in unserer ausgedachten Umgebung

Goto Page: 1 2 3 4 [>] [»|]
 
Manage Your Items
Other Stuff
Get GCash
Offers
Get Items
More Items
Where Everyone Hangs Out
Other Community Areas
Virtual Spaces
Fun Stuff
Gaia's Games
Mini-Games
Play with GCash
Play with Platinum